Erstellt mit MAGIX © Katrin Seidel  Was ist „Klassische Homöopathie“? Homöopathie setzt sich zusammen aus den griechischen Begriffen „Homöo“ = Ähnliches und „Pathie“= Leiden, also „Ähnliches Leiden“. Homöopathie ist eine Wissenschaft, die sowohl akute als auch chronische Krankheiten gemäß den Gesetzen der Natur behandelt. Begründer der Homöopathie ist Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843). Hahnemann wurde als Sohn eines Porzellanmalers in Meißen  geboren. Er studierte Medizin, war aber mit der damaligen Art und Weise Menschen zu behandeln nicht zufrieden. Deshalb war er auf  der Suche nach einer dauerhaften und sanften Heilmethode. Da Hahnemann auch ein genialer Chemiker und Sprachgenie war,  übersetzte er viele medizinische Schriften. So auch eine Schrift des englischen Gelehrten Cullen über die Wirkung der Chinarinde beim  Wechselfieber (Malaria). Hahnemann nahm daraufhin im Selbstversuch Chinarinde ein und stellte fest, dass er sobald er eine Dosis  einnahm, Symptome des Wechselfiebers bekam und als die Wirkung nachließ, die Symptome verschwanden. Somit war der Grundstein  der Homöopathie gelegt. Hahnemann testete daraufhin weitere Substanzen an sich selbst und an Familienmitgliedern und Freunden  und stellte das Naturgesetz auf:  „Similia similibus curentur“  oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“. Das bedeutet, dass eine Arznei, die beim Gesunden während einer sogenannten Arzneimittelprüfung, bestimmte Symptome hervorruft,  diese beim Kranken heilen wird. Ein Beispiel ist das homöopathische Mittel Apis (die Honigbiene), ein Bienenstich führt zu Rötung,  Schwellung (Ödem) und stechende Schmerzen, welche durch Kühlung gelindert werden. Weist ein Mensch solche Symptome bei einer  Erkrankung auf, kann er durch Apis geheilt werden.  In der Homöopathie wird der ganze Mensch behandelt, d.h. Körper- Geist und Seele, nicht nur ein Symptom oder eine Krankheit. Die  homöopathische Arznei hilft dem Menschen sein inneres Gleichgewicht wieder herzustellen und regt die Selbstheilungskräfte an.  Jeder  Mensch wird individuell behandelt, d.h. das zwei Patienten, die dieselbe Krankheit haben, eine unterschiedliche homöopathische Arznei  erhalten, da jeder Mensch die Krankheit anders empfindet. Aus diesem Grund ist für den Homöopathen eine gründliche  Patientenbefragung von großer Bedeutung.